Autorenvorstellung

Herr Härter, bitte stellen sie sich einmal kurz in unserer Autorenvorstellung vor!

Mondfuchs
Hr. Härter

Mein Name ist Ralph Härter, 1976 in Karl-Marx-Stadt geboren. Nach einem gymnasialen Abschluss und der Ableistung meines damals noch verpflichtenden Wehrdienstes absolvierte ich das 1te und 2te Staatsexamen in den Fächern Geschichte, sowie Politik, Wirtschaft und Gesellschaftskunde Den praktischen Grundstein für meine Tätigkeit legte das Referendariat, welches ich am Gymnasium Einsiedel in der Nähe von Chemintz ablegte. Heute (2019) unterrichte ich die Fächer Geschichte und PoWi in Frankfurt am Main seit nunmehr 17 Jahren.

Haben Sie Familie?

Ja, aber dieses Thema lassen wir privat.

 Sind Sie ein guter Lehrer?

Was für eine pauschale und immer wieder aufgeworfene Frage, voller schwarz / weiß denken. Für einen Schüler, welcher nur optimierte Noten schreiben möchte, bin ich sicherlich ein schlechter Lehrer. Einfach aus dem Grund, dass ich auf gute stoffliche Kenntnisse ebenso Wert lege, wie auf entsprechende fachliche Präsentationsfähigkeiten. Für jemanden, der etwas für sein Leben lernen möchte bin ich aber vielleicht ein guter Lehrer. Letzten Endes ist die gut / schlecht Diskussion für mich jedoch nicht interessant, denn eigentlich zählt ja eher die Frage: Mag man als Lehrer seinen Job. Und ja, das tue ich in großen Teilen.

Was mögen Sie an ihrem Beruf?

Ich mag den Umgang mit Schülern. Quasi ein immerwährendes soziales Experiment, stetig anders, aber immer spannend. Voller Emotionen im freudigen aber auch traurigem Bereich.

Was mögen sie nicht an ihrem Beruf?

Ich mag den Umgang der meisten Kollegen untereinander nicht, mag nicht, dass zu einigen Zeiten vorherrschende Übermaß an Arbeit (etwa in der Klausuren Phase zu Weihnachten 6 Packen in den Ferien korrigieren zu dürfen), mag nicht die immer weiter zunehmende Überorganisation der Arbeits- und Organisationsprozesse im System Schule allgemein. Ob sich dies alles ändern lässt? Ich bin mir diesbezüglich nicht sicher.

Was würden Sie an Schule ändern?

Ich glaube in diese Frage muss man eine Unterteilung in strukturelle und interne Veränderungen vornehmen.

Im Bereich der strukturellen Veränderungen sehe ich einen enormen Geldbedarf für das Schulsystem, nicht nur im Bereich der Immobilien oder der Ausstattung. Hier ist ebenfalls die Abdeckung durch für das Fach ausgebildete Lehrkräfte, die Reduzierung der Klassengrößen, die Einstellung von an den Schulen direkt tätigen Sozialarbeitern und Psychologen zu erwähnen. Weiterhin werden wir langfristig wohl keine Verbesserung im Bildungssystem erreichen, wenn es uns nicht gelingt die Förderung der Bildung von den Versprechen der jeweiligen Legislaturperiode abzukoppeln. Nur so ist aus meiner Sicht eine Kontinuität und Nachhaltigkeit zu erreichen. Weiterhin sollten die aufnehmenden Schulen entscheiden, wer für ihr Angebot geeignet ist (Eingangstest). Dies würde das Niveau der Schule und damit auch des Abiturs wieder anheben.

Im Bereich der inneren Veränderungen sehe ich die Persönlichkeitsschulung und Persönlichkeitsentwicklung der Lehrkräfte. Selbstreflektion und offene Konfliktstruktur sollten hierbei im Mittelpunkt stehen. Schule steht und fällt mit den Lehrern. Nur wer ein Bewusstsein um die eigenen Stärken und Schwächen zu entwickeln vermag, wird einen ansprechenden Unterricht machen können. Es braucht meiner Meinung nach geeignete und für die Tätigkeit qualifizierte Leitungskräfte an der Schule, für welche der Begriff Mitarbeiterführung nicht nur ein Wort ist. Inwieweit hierbei der Ansatz einer Zweiteilung: Manager in der Führung und Lehrer in der Durchführung denkbar ist bleibt offen.

 

Soweit einmal zu meiner Autorenvorstellung. Weitere Beiträge dazu findest du HIER!

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